EHEC - wie der Blitz aus heiterem Himmel
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Jochen
Thomas Brandt
Heilpraktiker
- Geb. am 25.01.1956 in Eutin
- Berufsausbildung im öffentl. Dienst - langjährige leitende Tätigkeit im
Rettungsdienst
- Ausbildung zum Heilpraktiker an der VDH-Verbandsschule Hamburg
- Seit 1991 in eigener Praxis tätig mit Schwerpunkt Sauerstoff- u. Ozontherapie,
Bach-Blütentherapie und medizinische Heilhypnose
- Mitglied im Bund deutscher Heilpraktiker und in der Heilpraktikergesellschaft für
Ozontherapie
- Langjährige Lehrtätigkeit im Bereich Naturheilverfahren
- Präsident des Forums für biologische Krebstherapie e.V. Stade
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Wie in den Nachrichten verlautet, suchen die Gesundheitsbehörden
fieberhaft nach dem gefährlichen EHEC- Bakterium (Enterohämorrhagische Escherichia coli). Das Bakterium, das
gefährliche Darmentzündungen auslöst, führte bereits zu über tausend Infektionen, teils schwer oder tödlich
verlaufend.
Mittlerweile wurde festgestellt, dass die Erreger, bei denen es sich um Fäkalkeime
handelt, auf viele Antibiotika nicht reagieren und daher eine antibiotische Behandlung zum Beispiel mit Penicillin
keine heilende Wirkung erwarten lässt.
Dass die Suche nach dem auslösenden Erregern bislang weitgehend ergebnislos
verlief, macht den interessierten Laien aber auch den Fachmann stutzig!
Der Erreger ist schnell gefunden, denn er befindet sich in Güllegruben, die dazu
dienen tierische Fäkalien aufzunehmen und zu speichern. Die gespeicherte Gülle wird als Wirtschaftsdünger auf
landwirtschaftliche Nutzflächen verfrachtet und kann zu gefährlichen Biofilmen auf Pflanzen und zu negativen
Bodenveränderungen bis hin zur Grundwasserverunreinigung führen. (1)
Dazu sei erklärt, dass in der Massentierhaltung vermehrten Antibiotika zum Einsatz
kommt, da es heute noch üblich ist, bei der Infektion eines Tieres im Stall, sämtliche im Stall befindlichen Tiere
zu behandeln, um zu verhindern, dass ansonsten die gesamte Herde erkranken könnte. Die von den Tieren aufgenommenen
antibiotischen Substanzen werden allerdings bis zu ca.80% wieder ausgeschieden und gelangen so zusammen mit
multiresistenten EHEC-Bakterien in die Gülle. Das Düngen mit Gülle kann nachfolgend zu negativen Bodenveränderung
und Pflanzenbelastung sowie zu einer unkontrollierbaren Verbreitung des Erregers in die Umwelt führen. (2) (3)
(4)
Der momentane Ausbruch der Erkrankung ließe sich mit der in den Nordländern
herrschenden Trockenheit und den starken Winden erklären, die während des Ausbringens der Gülle zu einer
Verfrachtung der Bakterien auf angrenzende Gemüseanbauflächen geführt haben könnte.
Eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft, die auf den massenhaften Einsatz von
Antibiotika verzichtet, wäre sicherlich für Mensch,Tier, Pflanze und Umwelt die einzig vernünftige Entscheidung, um
EHEC aber auch anderen ähnlich gelagerten Erkrankungen vorzubeugen.
Jochen Thomas Brandt
Quellennachweis: (1) (BOXALL et al., 2003; KÜMMERER (Ed.), 2001)./(2) THIELE-BRUNN (2003)„Pharmaceutical
antibiotic compounds in soils – a review"./ (3) Antibiotika-Aufnahme von Nutzpflanzen aus Gülle-gedüngten
Böden – Ergebnisse eines Modellversuchs M. Grote, C.
Schwake-Anduschus, H. Stevens, R.
Michel, T. Betsche and M.
Freitag/ (4)Alexy, R.: Antibiotika in der aquatischen Umwelt: Eintrag, Elimination und Wirkung auf
Bakterien Dissertation, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2003 http://www.uniklinik-freiburg.de/iuk/live/informationsmaterial/alexydoktorarbeit.pdf
Stand:
30.05.2011
Inhaltliche Verantwortung und zur
Kontaktaufnahme:
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Stade Redaktion: Jochen Thomas
Brandt
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