Kinder husten oft nachts, besonders in der Zeit von 3.00 bis 5.00 Uhr.
In den meisten Fällen ist das völlig unproblematisch und kein Grund zur Sorge.
Besteht der Husten dauerhaft oder tritt immer wieder auf, ist es sinnvoll, eine
allergische Komponente zu bedenken und ein beginnendes Asthma abzuklären.
Asthma kann in jedem Lebensalter auftreten.
Es ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter.
Der Hauptanteil liegt bei Kindern bis zu 10 Jahren.
Auslöser können Infekte, Schadstoffe, Allergene und vermehrte Belastung sein.
Die Schleimhaut der Atemwege ist dadurch dauerhaft entzündet und geschwollen, was
allein schon zu Verengung führt. Zusätzlich ist aber auch noch die Muskulatur der Bronchien verkrampft. Alles
zusammen sorgt für erschwerte Atmung und damit mangelnde Sauerstoffversorgung in der Lunge.
Bei einem akuten Asthma- Anfall zeigt sich die Luftnot in vertiefter und
beschleunigter Atmung. Das Ausatmen fällt schwer und typische pfeifende Atemgeräusche treten auf, häufig mit
trockenem Husten.
Panik kommt schnell dazu, denn die Angst nicht ausreichend Luft zu bekommen, bringt zusätzliche Verkrampfung mit
sich.
Jeder Anfall kann somit lebensbedrohlich werden, daher ist zur eigenen Beruhigung ein Notfallkonzept wichtig.
Nur dann können wir als Eltern auch im Akutfall die absolut notwendige Ruhe aufbringen.
Bitte entwickeln Sie solch ein Konzept mit dem Therapeuten Ihres Kindes gemeinsam.
Behandlung
Ziel der Behandlung ist es, die Atemwege zu erweitern und bestehende Entzündungen
zu heilen.
Das erfolgt meist über Medikamente, die inhaliert werden, um möglichst gezielt vor Ort anzukommen.
Es braucht dafür Geduld, denn die Behandlung kann sich über Monate, manchmal Jahre hinziehen.
Eine gute Verlaufskontrolle gibt die Lungenfunktionsprüfung zu Hause mit dem sogenannten Peak-Flow-Meter.
Kinder können anschaulich erkennen, wie gut die Atmung ist und machen die Kontrollen in der Regel sehr gut mit, da
es nicht mit Praxisbesuch und Unannehmlichkeiten verbunden ist.
Naturheilkunde
Die Aussichten auf Heilung, zumindest auf ganz wesentliche Besserung des
kindlichen Asthmas sind in der naturheilkundlichen Behandlung, besonders durch Homöopathie,
möglich.
Besonders zu erwähnen sind die Akutmittel
Ipecacuanha D1 viel Rasseln, wenig oder kein Auswurf, feuchtwarmes Wetter verschlimmert
Sambucus D1 Luftnot in höchstem Grad, Zyanose, Kind erstickt fast
Ipecacuanha und Arsenicum sowie Ipecacuanha und Sambucus werden gern im Wechsel
gegeben, da sie sich so gut ergänzen.
Außerhalb der Akutsituation gilt es das homöopathische Konstitutionsmittel zu
finden und damit Erleichterung zu schaffen, so dass diese Notfallsituationen deutlich abnehmen.
Hier kommen Mittel wie Bromium, Calcium carbonicum, China, Dulcamara, Medorrhinum, Psorinum, Thuja.... in
Frage.
Auch in der Eigenblutbehandlung und bei
Inhalationen spielen homöopathische Zusätze eine Rolle.
Akupunktur
Zur besseren energetischen Versorgung werden spezielle Asthma- bezogene Punkte genadelt.
Bioresonanz bei allergisch bedingtem Asthma sehr
vielversprechend.
Atemtechniken, z.B. aus dem Yoga heraus entwickelte Techniken.
Lassen Sie sich von einem Atemtherapeuten Übungen zeigen, die die Ausatmung fördern und üben Sie mit Ihrem
Kind. Beruhigende Ausatemübungen lösen Angst und damit Verkrampfung.
Wickel/ Bäder
Bei Kleinkindern gerne ein ansteigendes Bad bis 40 Grad (akut: 15 Min.
Dauer),
bei größeren Kindern feuchte Brustwickel, so heiß wie möglich
(akut: alle 5 Min., eine Stunde lang!)
Zitronenwickel über Lungen (löst Krämpfe)
Kohlwickel, Zwiebelwickel (löst Schleime)
Thymianhandbad (Lungen)
Rosmarinvollbad (Durchwärmung)
Schachtelhalmfußbad (Nieren) auch: Nieren schröpfen und warm
halten
Klimawechsel Warmes und trockenes Klima tut den Bronchien
gut.
Hochgebirge und die See können zu entscheidenden Besserungen führen.
Kurzaufenthalte helfen selten langfristig, mehrere Monate sollten es bei dieser Form der Behandlung sein.
Für zu Hause gilt: soviel Frischluft wie möglich! Nichtrauchen in der Wohnung! Kinder gerne in die Natur zum
Radfahren, Joggen, Schwimmen mitnehmen.
Sport ist ausdrücklich erwünscht, erlaubt ist, was Spaß macht und offensichtlich gut tut!!!
Sole-Kur
Täglich 1 Teelöffel Sole in Quellwasser trinken.
Je nach Intensität der Beschwerden bis zu 4mal täglich Soleinhalation, bei Asthma mit 30-50g Kristallsalz.
Je höher die Solekonzentration beim Inhalieren ist, desto leichter verflüssigt sich der Schleim und kann abgehustet
werden.
Biochemie
im Anfall
Schüssler-Salz Nr.7 Magnesium phos.D6 alle 5 Min.
1Tbl.
anfallsfreie Zeit
Schüssler-Salz Nr.4 Kalium chlor.D6 und Schüssler-Salz Nr.10
Natrium sulf.D6 im Wechsel 2 stdl.je 1 Tbl.
bei rotblauem Gesicht mit hervortretenden Adern
Schüssler-Salz Nr.3 Ferrum phos.D12, alle 5 Min. 1Tbl.
Grundsätzlich gilt: Kommen Sie mit diesen Maßnahmen nicht bald zum Ziel, ist im
Akutfall eine Behandlung mit allopathischen (schulmedizinischen) Mitteln nicht zu umgehen.
Die naturheilkundliche Behandlung sollte begleitend ihren Platz einnehmen um dann
später wieder erstrangig übernehmen zu können.
Jedes Kinderheilkunde Rezept ist erfolgreich in der
täglichen Praxis erprobt. Dennoch - setzen Sie es immer erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder
Heilpraktiker ein. Zu Risiken und Nebenwirkungen
lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Stand: 02.06.2008
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