Fieber bei Kindern
Druckversion

Karen Bödefeld
Heilpraktikerin
Was ist Fieber ?
Fieber ist keine Krankheit. Es ist eine Begleiterscheinung von
Krankheitszuständen. Die menschliche Körpertemperatur beträgt idealerweise
36,6° Celsius. Sie ist von vielen Faktoren abhängig, zum Beispiel von der Tageszeit und der gemessenen
Körperregion. Zu warme Kleidung (Hitzestau) oder starke körperliche Betätigung (tobendes Kind) führen kurzfristig
zu Temperaturerhöhung. Zu wenig Flüssigkeit kann beim Baby Durstfieber verursachen.
Fieber ist eine Temperaturerhöhung , die der Körper selbst verursacht. Im Gehirn
(im Hypothalamus) ist die zentrale Schaltstelle dafür.
Von Fieber spricht man bei folgenden Grenzwerten: Säuglinge (bis 6 Monate) über 38°
C Säuglinge (bis 12 Monate) über 38,5°
C Kleinkinder (bis 4 Jahre)
über 39° C Ältere Kinder können durchaus höhere Temperaturen
entwickeln, ohne dabei schwer krank zu sein.
Fiebersenkung - pro und kontra
Fieber an sich ist eine vom Körper
gewollte Aktion, um Abwehrtätigkeit zu beschleunigen, denn mit gesteigerter Wärme können Stoffwechselprozesse
schneller ablaufen. Dazu kommt, dass in den
Körper eingedrungene Erreger bei Wärme absterben oder zumindest nicht mehr vermehrungsfähig
sind. Oft ist Fieber aus diesen Gründen nur
vorübergehend und sollte nicht unterdrückt werden. Diagnose und Wirkung der Therapie werden bei Unterdrückung zudem
verfälscht. Das kindliche Immunsystem muss
noch „üben“, daher gehört das Fieber unbedingt zum kindlichen Reifeprozess
dazu. Kinder vertragen erhöhte
Temperaturen übrigens viel besser als Erwachsene.
Fieber in den ersten drei Lebensmonaten muss
immer unverzüglich abgeklärt werden. Sehr hohes
Fieber und familiär bekannte Krampfneigung bei Fieber müssen ebenso zügig behandelt werden.
Auch Kinder mit angeborenem Herzfehler oder
anderen schweren Grunderkrankungen sollten schnell und gut medizinisch betreut werden und brauchen besonders
viel Zuwendung und Pflege.
Was können Eltern tun, wenn ihr Kind fiebert ?
Sie kennen ihr Kind besser als jede außenstehende
Person. Die Höhe des Fiebers ist nicht so entscheidend, vielmehr der
Allgemeinzustand. Das sollte Leitlinie für Sie als Eltern sein, wenn Sie
vor der Entscheidung stehen zwischen Abwarten und schnellem Handeln. Ist
Ihr Kind gut bei Kräften oder nicht? Ist es klar
ansprechbar? Trinkt es, ohne sofort wieder zu
erbrechen? Erst in Ruhe beobachten, „einen Schritt zurück gehen“, dann
entscheiden... !
Vorbeugend können wir als Eltern dafür sorgen, dass unser Kind Freude an Bewegung
hat und die Muskulatur gekräftigt wird. Über gesunde Ernährung ist schon
viel gesagt worden.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und vollwertige Nahrung sind und bleiben wichtig für einen gesunden Körper – nicht
nur bei Kindern! Ein „warmes“ Umfeld, auch im übertragenen Sinn gehört zum
Wohlbefinden unseres Kindes dazu. Die Zeit zum Kuscheln, Lachen, Singen, Spielen und Vorlesen können wir unserem
Kind mit Liebe schenken.
Hilfe bei
Fieber
Frösteln bis hin zu Schüttelfrost ist bei Fieber nicht
ungewöhnlich. Daher ist die erste Regel bei Fieber das Warmhalten des
Körpers. Sei es nun über wärmere Kleidung, Wolldecke, heißen Tee oder warme Pulswickel.
Die bewährten Wadenwickel sollten erst zum Einsatz kommen, wenn die Haut
an Armen und Beinen wieder warm ist (Füße auch) und ihr Kind „glüht“. Nie
bei kalten Gliedmaßen! Wickel auf kalte Haut bewirken eine Temperaturerhöhung im Körperkern und haben so den
gegenteiligen Effekt. Bei dieser Form der Wärmeableitung wird die Decke bis
an die Knie aufgeschlagen. Beide Waden werden mit in lauwarmem Wasser getränkten Tüchern
umwickelt. Etwa 30 Minuten belassen, Beine vorsichtig trockenreiben, dann
eventuell eine Stunde später die Wadenwickel wiederholen.
Abwaschungen mit Essigwasser( 1 Esslöffel auf 1 Liter lauwarmes Wasser )
nach einem Schweißausbruch erfrischen ihr Kind und stärken den Kreislauf.
Ein Einlauf mit körperwarmem Wasser bringt dem Fieberkind große
Erleichterung, da belastende Stoffwechselprodukte schnell aus dem Darm ausgeleitet werden.
Bitte bieten Sie ihrem Kind regelmäßig Flüssigkeit an. Wenn überhaupt, dann
nur leichte Kost reichen. Auch auf frische Luftzufuhr achten.
Aus der Naturheilkunde gibt es diverse pflanzliche und homöopathische
Möglichkeiten einem Fieber zu begegnen. Lassen Sie sich beraten bei
Fieber-und Zahnungszäpfchen. Homöopathisch kommen als Einzelmittel ACONITUM, BELLADONNA und GELSEMIUM als
herausragende Erstmittel in Betracht. Aus der Biochemie nach Schüßler sind Nr.3 (Ferrum phosphoricum)
und Nr.5 (Kalium phosphoricum)
besonders hervorzuheben.
(siehe auch: Schüssler Salz Rezepte, die Heiltee
Rezepte und die Homöopathie Rezepte)
Wichtiger Hinweis:
Jedes Kinderheilkunde Rezept ist erfolgreich in der täglichen Praxis erprobt. Dennoch - setzen Sie
es immer erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker ein. Zu Risiken und
Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Stand: 27.02.2009
Inhaltliche Verantwortung und zur
Kontaktaufnahme:
Karen Bödefeld
Holtenauer Straße 237 24106 Kiel
Telefon: 0431 - 240 63 63
siehe: Praxishomepage
Email: karen.boedefeld@web.de
Video mit Karen Bödefeld
|