Migräne - Portal nicht nur für Migräne-Patienten
Trotz großer Fortschritte in der Migräne-Therapie
gibt es zahlreiche Migräne-Patienten, denen mit den bisherigen Behandlungen nicht genug geholfen wird, die nicht
mit der Therapie zufrieden sind oder die gar nicht zum Arzt gehen. Wie kommt es dazu?
1. Die Migräne tritt immer häufiger auf.
Über die Ursachen kann man bisher nur spekulieren,
doch spielen dabei die Hektik des modernen Lebens, die Belastungen in Schule und Beruf, die veränderte Ernährung,
der häufige Verlust eines natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus, der Bewegungsmangel, die immer geringer werdenden
Möglichkeiten einer Entspannung, eine immer lautere Umwelt(Straßenlärm, Flugzeuglärm, Disko, arbeitsbedingter Lärm)
u.v.a.
2. Viele Migräne-Patienten wissen nicht, dass sie
selbst etwas tun können.
Zahlreiche Migräne-Patienten wollen, sobald der
Migräne-Anfall vorbei ist, nichts mehr von der Migräne wissen und sich nicht damit beschäftigen. Damit verschenken
sie aber eine wesentliche Chance, sie zu reduzieren oder für lange Zeit migränefrei zu sein.
3. Manche Migräne-Patienten wissen, was nötig wäre,
um die Migräne zu behandeln, doch sie tun es nicht.
Wie beim Übergewicht, bei dem fast jeder weiß, dass
er etwas weniger essen und sich mehr bewegen muss, so wissen auch bei der Migräne immer mehr Patienten, dass sie
sich eine Entspannungszeit gönnen, dass sie sich mehr bewegen und dass sie sich gezielt ernähren sollten. Warum sie
es nicht tun, wissen wir noch nicht. Wir wollen dazu motivieren, solche Verhaltensänderungen durchzuführen, die die
Migräne vermindern und die Gesundheit fördern.
4. Einige Migräne-Patienten und vor allem
Patientinnen haben oft schon bei der Mutter erlebt, dass die Behandlung(damals!) keinen Erfolg hatte, deshalb
setzen sie keinerlei Medikamente ein und erleiden die Anfälle.
Sicher werden diese Patienten niemals unter einem
arzneimittel-bedingten Kopfschmerz leiden. Doch in der heutigen Zeit muss kein Migräne-Patient mehr unnötig leiden!
Es gibt genügend naturheilkundliche und schulmedizinische Mittel und Methoden, um die Beschwerden zumindest
wesentlich zu bessern und nicht selten sogar zu beseitigen.
5. Andere Migräne-Patienten sind von Arzt zu Arzt
gezogen und haben bisher keine Hilfe erhalten.
Diesen Patienten fehlt oft die erforderliche Geduld.
Wenn nach 4 oder 8 Wochen keine Besserung eintritt, brechen sie die Behandlung oft ab. Wenn die Migräne aber schon
30 Jahre wütet, dann ist oft schon einige Mühe und Zeit erforderlich, ehe eine Besserung eintritt. Aber in den
meisten Fällen gelingt dies! Bei den ganz schwierigen Fällen hilft oft noch eine Fastenkur.
6. Viele
Migräne-Patienten gehen nicht zum Arzt.
In einer
Studie ergab sich, dass
30% aller
Migränepatienten zum Arzt gehen
20% noch
niemals beim Arzt waren und
50% waren
einmal beim Arzt, gehen jetzt aber nicht mehr hin.
Auch wenn die Zahlen von
Untersuchung zu Untersuchung schwanken, so zeigen sie doch, dass ein großer Teil der Migränepatienten - aus welchen
Gründen auch immer - nicht zum Arzt geht, sondern eine Selbstbehandlung durchführt. Eine Selbstbehandlung ist
sicher sinnvoll, aber sie sollte richtig, effektiv und nebenwirkungsfrei sein und auch von einem Arzt betreut
werden. Nicht ausreichend ist es, nur Medikamente in der Apotheke zu holen und diese immer öfter einzunehmen, ohne
ergänzende Methoden zu berücksichtigen. Es scheint so, dass die Einführung der Praxisgebühr zahlreiche
Migränepatienten dazu gebracht hat, auf ärztlichen Rat zu verzichten und die Behandlung allein
durchzuführen.
6. Der Kassenarzt in Deutschland kann nur begrenzt
Migräne-Medikamenten verordnen.
Jeder Kassenarzt in Deutschland muss sich an ein
festgelegtes Budget halten. Überschreitet er dieses, wird er finanziell zur Verantwortung gezogen und muss die zu
viel verordneten Medikamente selbst bezahlen. Da dies kein Arzt gern tut, werden z.B. weniger Triptane oder weniger
prophylaktische Medikamente verordnet, als es eigentlich erforderlich wäre.
7. Aber immer häufiger kommt es auch zu vermehrten
und immer stärkeren Migräne-Anfällen, wenn die Patienten zu viele Medikamente einnehmen.
Man rechnet damit, dass etwa 17% aller Patienten
eines Kopfschmerzspezialisten zu viele Medikamente einnehmen und damit die Verschlimmerung ihrer Beschwerden
auslösen und oft einen Behandlungserfolg unmöglich machen. Hier hilft dann nur noch eine
Entzugstherapie.
Was kann, was will das Migräne-Portal nun dagegen tun?
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Wir wollen niemand etwas überstülpen. Jeder Migräne-Patient soll nach seiner
Fasson glücklich und beschwerdefrei werden.
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Wer Medikamente möchte, den werden wir beraten, welche Medikamente zu
empfehlen sind und wo sie preiswert zu bekommen sind.
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Wer möglichst keine Medikamente einnehmen möchte, der wird bei uns eine
Vielzahl von Möglichkeiten kennen lernen, wie man oft mit ganz einfachen Mitteln die Migräne reduzieren
oder für lange Zeit ausschalten kann.
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Wir wollen dazu motivieren und das möglichst durch Fakten, bestimmte
Veränderungen des Lebensstils vorzunehmen, bestimmte Migräne-Auslöser zu meiden und auch einmal den Arzt
aufzusuchen, wenn das noch nicht der Fall ist.
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Es wird die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und Antworten von anderen
Migräne-Patienten oder von Fachleuten zu erhalten.
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Eigentlich wollen wir das Leid abschaffen oder stark reduzieren, aber
geteiltes Leid ist halbes Leid. Wir wollen eine Gemeinschaft bilden, die sich gegenseitig hilft, die
Hinweise und Hilfestellungen gibt.
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Nach der offiziellen Wertung werden nur noch Empfehlungen gegeben, die durch
klinische Studien abgesichert sind. Solche Studien sind aber sehr teuer. Sie werden nur von Firmen
durchgeführt, die das Geld später wieder durch den Verkauf vor allem von Medikamenten wieder hereinholen.
Nichtmedikamentöse Behandlungen (und seien sie noch so gut) werden nicht untersucht und deshalb offiziell
auch nicht empfohlen. Hier können sich die Migräne-Patienten nur selbst helfen, indem sie bestimmte
Maßnahmen auf ihre Effektivität hin überprüfen. So könnte man kontrollieren, ob z.B. die Einreibung der
Schmerzstelle mit einem kleinen Eiswürfel im Migräneanfall eine Erleichterung bringt oder nicht. Oder es
wäre zu prüfen, ob das Absetzen des Kaffeetrinkens die Anzahl der Migräneanfälle reduziert oder nicht.
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Natürlich werden wir Sie
auch über Vitamine, Bücher, Geräte und Kurse informieren, die helfen, die Migräne zu vermindern.
Das Leben
verläuft meist in schlechten oder guten Zyklen. So ist ein schlechter Zyklus bei Migräne-Patienten: Es tritt ein
schlimmer Migräneanfall auf. Man ist dadurch noch ängstlicher,noch depressiver. Durch die verstärkte Angst kann
aber ganz schnell ein neuer Anfall ausgelöst werden. Das verstärkt die Angst und die Resignation noch mehr und es
wird mit der Zeit immer schlimmer.
Ein
positiver Zyklus bei Migränepatienten wäre: Sie lesen diese Internetseite, Sie schöpfen neuen Mut, es gibt ja doch
noch viele Möglichkeiten, meine Beschwerden zu bessern. Dann kann manchmal der nächste Anfall schon nicht mehr so
schnell oder so stark kommen. Dadurch bekommen sie noch mehr Auftrieb und weniger Angst. Dadurch verzögert
sich die Migräne noch mehr. Der Zyklus geht also meist in eine Richtung. Wir wollen Ihnen den Weg in eine Richtung
zeigen, die besser als die bisherige ist.
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