Neuigkeiten zur Migräne
Erhöht Übergewicht das Risiko für Migräneanfälle?
In einer Studie bei 30 000 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 34,8 Jahren hatten Übergewichtige nicht
häufiger Migräne als Normalgewichtige. Doch bei übergewichtigen Migränepatienten traten wesentlich mehr und
schwerere Anfälle als bei Migränepatienten mit einem normalen Gewicht auf. Diese Beziehungen gelten nur für die
Migräne und nicht für die „normalen" Spannungskopfschmerzen.
Entwarnung für übergewichtige Migränepatientinnen im Alter von 40-78
In einer, wenn auch kleineren, Untersuchung bei 684 Frauen im Alter von 40-78 konnten keinerlei Unterschiede in
der Häufigkeit und Charakteristik zwischen übergewichtigen und normalgewichtigen Migränepatientinnen festgestellt
werden.
Menstruations-Migräne
In den USA leiden ca. 12,6 Millionen Frauen unter der Menstruations-Migräne. Häufig wird diese Migräne nicht
erkannt. Das Führen eines Migräne-Kalenders, auf dem die Anfälle und die Menstruation angekreuzt werden, zeigt dem
Arzt meist schon nach 3 Monaten die richtige Diagnose. Die Menstruations-Migräne ist häufig besonders stark und
dauert oft länger als ein „normaler" Migräne-Anfall. Der Vorteil der Menstruations-Migräne ist seine
Vorhersagbarkeit. Die Behandlung des akuten Menstruations-Migräne-Anfalls kann wie bei anderen Anfällen mit
Schmerzmitteln, Triptanen oder Ergotamin erfolgen. Es gibt aber auch eine Kurzzeit- und eine Langzeitprophylaxe.
Bei Berücksichtigung aller Möglichkeiten kann diese Migräne-Form effektiv behandelt werden.
Migräne in der Schwangerschaft
1101 Frauen mit Kopfschmerzen während der Schwangerschaft wurden mehrfach während der Schwangerschaft befragt.
1029 hatten die Kopfschmerzen schon vor der Schwangerschaft. 36 Frauen hatten das erste Mal Migräne und bei 40
Frauen traten andere Kopfschmerzen als gewöhnlich auf. 848 der 1029 Kopfschmerzpatientinnen hatten Migräne. Bei den
meisten verschwanden die Kopfschmerzen im 2. und 3. Drittel der Schwangerschaft.
Unterdrückter Ärger als Auslöser von Migräne-Anfällen
In einer Studie bei 53 weiblichen Migräne-Patientinnen wurden zwei Gruppen gebildet. Die erste Gruppe hatte 6
oder weniger Anfälle pro Monat, die zweite Gruppe 7 oder mehr Anfälle pro Monat. Von verschiedenen überprüften
Parametern konnte nur unterdrückter Ärger darauf hinweisen, Mitglied der Gruppe mit den häufigeren Migräneanfällen
zu sein.
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