ADHS
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Zappelphillip und Hans guck in die Luft

Kirsten
Osbahr
Heilpraktikerin
Ursachen,
Symptome und Hilfen bei Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität
ADHS - Modekrankheiten
oder Erziehungsfehler?
Begriffe ändern sich, das Verständnis der Störungen und
ihrer Ursachen entwickelt sich ständig weiter, das Verhalten der betroffenen Kinder hat sich seit „Hans- guck- in-
die- Luft“ und „Zappelphilipp“ jedoch keinesfalls verändert. Einstein, Roosevelt, Dustin Hoffmann, Jack Nicholsen
und viele andere sind vermutlicherweise oder sicher ADHS-ler (gewesen). Was ist
eigentlich ADHS?
Betroffen sind laut Uni Düsseldorf ca. 5% aller
Kinder, mit Beginn vor dem 6. Lebensjahr. Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität verwachsen sich nicht mit
den Jahren, sodass auch Erwachsene betroffen sind.
Die Beschreibung von Kindern mit ADHS liest sich wie ein Katalog der schlechten
Eigenschaften (Zitat Focus- Schule 2/2010).
Definition von ADS /
ADHS
„Von ADS spricht man, wenn ein Kind länger als 6 Monate
sowohl im Kindergarten, in der Schule (Gruppensituationen), als auch zu Hause durch ausgeprägt unaufmerksames und
impulsives Verhalten aufgefallen ist. Kommen motorische Unruhe und übermäßiger Bewegungsdrang (Hyperaktivität)
hinzu, dann spricht man von einem ADHS.“
Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität sind die Leitsymptome der
Erkrankung. Typisch ist, dass die Verhaltensweisen weder dem Alter noch dem Entwicklungsstand des Kindes
entsprechen und sich nicht von allein wieder bessern. Das auffallende Verhalten tritt also nicht phasenweise auf,
sondern ist zeitlich stabil (meint situationsunabhängig).“
Definition des Hamburger Arbeitskreises, Leitfaden
ADS/ADHS, HH 2002
ADHS - Erklärungsansätze
Wahrnehmungsstörungen im heutigen Sprachgebrauch
beziehen sich in der Regel auf Störungen im Bereich der zentralen Reizverarbeitung im Gehirn mit daraus folgenden
„unangemessenen“ Ergebnissen, Reaktionen und Handlungen oder Empfindungen (Informationsaufnahme, Reizfilter,
Verarbeitung, Voraussicht von Folgen, Hemmung von Handlungen> Dopamin gleich Ausführungsnetzwerk. Noradrenalin
ist dann für das „Wachsein“ hier und jetzt verantwortlich).
Die Sinneseindrücke können dabei zu stark auf das menschliche Gehirn einwirken oder
auch zu wenig gefiltert sein, um sinnvoll verarbeitet zu werden. Anscheinend werden Neurotransmitter (Botenstoffe
im Gehirn) nicht ausreichend produziert oder zu schnell absorbiert, um eine geordnete Informationsverarbeitung zu
gewährleisten.
Das Problem kann aber auch im peripheren Nervensystem liegen.
Neue These: Bei ADHS sind die so genannten Exekutivfunktionen beeinträchtigt. Das
bedeutet, die „Chefsekretärin“ im Kopf, bei der alle Fäden zusammenlaufen
(Motivation, Planung, Hemmung von Impulsen), erledigt ihren Job unzulänglich (Fokus-
Schule 2/2010).
Folgen:
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Konzentration und Aufmerksamkeit sind herabgesetzt.
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Aufgrund der verminderten Erfassungsspanne, werden nicht alle
Informationen aufgenommen.
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Wenn mehr Reize aufgenommen werden, als verarbeitet werden können, kommt
es zur Reizüberflutung. Die unverarbeiteten Reize können zu Hyperaktivität, Zappeln, Redseligkeit oder
zum „Abschalten“ führen.
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Verminderte Diskriminationsfähigkeit: Wichtiges und Unwichtiges werden
gleich stark wahrgenommen.
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Veränderte Reizschwelle, z.B. Schmerzunempfindlichkeit oder
Geruchsüberempfindlichkeit.
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Verlangsamte Umstellungsfähigkeit, Verharren in gewohnten Abläufen, sonst
kommt es schnell zu Überforderung.
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Reizverknüpfungsstörung (Tasten + Sehen + Hören…).
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Serielle Störungen: zeitliche Abläufe und Reihenfolgen werden schlecht
erkannt und können nur schwer reproduziert werden. Das führt zu Problemen im Durchschauen und Planen
von Handlungsabläufen. Verminderte Automatisierung von komplexen Handlungsabläufen kostet z.B. beim
Schreiben viel Zeit und Kraft.
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Fehlerhafte Suchstrategien, es fällt schwer, Erinnerungen abzurufen
(Eselsbrücken…).
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Verzögerte Entwicklung des Über- Ich (Mangel an Neurotransmittern im
Bereich des Frontalhirns?). Situationen werden anders eingeschätzt („aber ich hab doch bloß…“) oder aus
der Distanz betrachtet. Menschen mit ADS sehen nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst anders.
Dabei wissen sie genau, welche Verhaltensweisen richtig oder falsch sind. Sie können aber bis ins junge
Erwachsenenalter kaum objektiv über sich selbst berichten.
Begleitmerkmale können Distanzlosigkeit in sozialen
Beziehungen, Unbekümmertheit in gefährlichen Situationen oder impulsive Missachtung sozialer Regeln
(dazwischenreden, nicht warten können…) sein.
Unspezifische
Begleitsymptome*
„25- 30% der Kinder
mit ADHS haben zusätzlich Angststörungen, bis zu 75% leiden an starken
Stimmungsschwankungen.“
*auch Komorbidität, ein zusätzlich zu einer Grunderkrankung
vorliegendes, diagnostisch abgrenzbares Krankheits- oder Störungsbild bezeichnet. Komorbiditäten können,
müssen aber nicht – im Sinne einer Folgeerkrankung – ursächlich mit der Grunderkrankung
zusammenhängen.
Zusammengefasst stehen folgende Erklärungsansätze zur
Diskussion:
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Genetische Disposition mit Vulnerabilität (Verwundbarkeit) für
Wahrnehmungsstörungen
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Biologische, neurologische, biochemische Faktoren
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Umweltreize, wie Allergien, Phosphate, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
(Konservierungsmittel), Giftstoffe (Schwermetalle), Reizarmut oder -überflutung, Bewegungsmangel,
Elektrosmog
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Geburtsschäden. Antibiotika, Wehenmittel, Impfungen.
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Soziale Umwelt: gestörtes Familiensystem, frühkindlicher Stress,
Traumata, andauernde psychische Belastungen.
Ein ungünstiges Lebensumfeld verstärkt in jedem Fall
die Symptome.
Das Verhältnis Eltern- Kind und die sozialen Beziehungen nachhaltig
gestört.
Eltern reagieren aggressiv oder mit Gleichgültigkeit bis zum Liebesentzug.
Inkonsequenz verstärkt das unerwünschte Verhalten.
Diagnose zu ADHS
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Kinderarzt/ Neurologe überprüfen die körperliche Gesundheit
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Anamnese, Familienanamnese, Erziehungsstil, belastende
Ereignisse
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Psychologische Diagnostik
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Fragebögen, Beobachtung, Befragung von Lehrern und Erziehern
Differentialdiagnose zu
ADHS
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Neurologische Erkrankungen, auch Epilepsien
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Schlafapnoe
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Schilddrüsenerkrankungen
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KISS- Syndrom (Kopfgelenk- Induzierte Symmetrie- Störung)
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Kryptopyrrolurie (Stoffwechselstörung)
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Über-/Unterforderung, Erschöpfung
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Sozialisationsstörungen, emotionale Störungen
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Drogenmissbrauch
Der
Teufelskreis
ADHS- Betroffenen wird oft böser Wille oder mangelnde
Motivation unterstellt – völlig zu Unrecht!
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Das Kind verhält sich (ohne es anders zu können) nicht so, wie es
soll.
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Es erfährt daraufhin Kritik, Ermahnung, Appelle, Rügen.
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Es reagiert mit sofortiger impulsiver Abwehr: wütend, explosiv, beleidigt
oder resigniert. Motivation und Selbstwertgefühl sinken, seine emotionale Erregung steigt.
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Die Konsequenz ist, bezogen auf die zu erledigende Aufgabe, ein
Misserfolg.
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Auf den Misserfolg folgen: Strafe, Ausgrenzung, düstere Prognose,
negatives Etikettieren, herbe verletzende Kritik. Scham oder Schuldgefühle bei den Eltern.
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Daraus entwickelt das Kind Vermeidungsstrategien, wie Abstreiten, Lügen,
Stehlen, Aggressivität oder Rückzug, um derartige negative Reaktionen künftig zu umgehen.
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Die Folge dieser Vermeidungsstrategien sind natürlich weitere soziale
Misserfolge, woraufhin der Teufelskreis von vorne beginnt.
In der Konsequenz führt dieses Verhaltensmuster zu
einer Abwärtsspirale fürs Kind, sowie zu einer ständigen Verschlechterung der Eltern- Kind- Beziehung. Diese
Dynamik muss frühzeitig erkannt und unterbrochen werden.
ADHS – Folgen
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soziale Misserfolge und Ausgrenzung
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Selbstwertproblematik
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Zusätzliche Verhaltensstörungen: oppositionell, aggressiv
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Delinquenz (40%)
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Substanzabusus (50%), Rauchen im Jugendalter (46% der Betroffenen, 24%
der Kontrollgruppe), Kokain (21%, Kontrollgruppe 10%)
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Häufig niedrigerer Bildungsabschluss, viele Brüche in der Biografie,
begleitende Störungen: Wahrnehmungsstörungen, Teilleistungsstörungen
ADHS –
Verlauf
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Bis zu 80% der betroffenen Kinder haben auch als Erwachsene noch
Symptome
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Hyperaktivität tritt im Verlauf in den Hintergrund
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Es bleiben die Aufmerksamkeitsstörung, Impulskontrollstörung und
Schwierigkeiten, Dinge zu strukturieren
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Erwachsene klagen häufig über Depressionen
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Alkohol-, Koffein-, Nikotin- oder Drogenmissbrauch
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Dissoziale Störungen (40%), unter medikamentöser Therapie,
Beobachtungszeitraum 9 Jahre, 22%, bei zusätzlicher Verhaltenstherapie 8%
Leitsymptome sind hier Aufmerksamkeitsstörung, Desorganisiertheit, Impulsivität,
emotionale Instabilität u./o. Hyperaktivität. ADHS führt zu krankheitswertigen psychischen und sozialen (bis hin zu
forensisch relevanten) Beeinträchtigungen. Ferner ist sie Risikofaktor für andere „komorbide“ psychische Störungen,
wie Suchterkrankungen, affektive Störungen, Angst- und Persönlichkeitsstörungen. Die Erkrankung ist auch im
Erwachsenenalter therapierbar.
Behandlungsmöglichkeiten von
ADHS und Bewältigungsstrategien
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Schulung und Verhaltenstraining für die Eltern: Aufklärung und
Information. Entlastung von Schuldgefühlen. Veränderung des Blickwinkels auf die Fähigkeiten des
Kindes. Schaffung positiver Interaktionen. Stärkung der elterlichen Zusammenarbeit. Strukturierung des
Alltags (Vorhersehbarkeit), Konfliktmanagement, klare Kommunikation, realistische Erwartungen,
Förderung des kindlichen Selbstbewusstseins. Belohnungssysteme?
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Schulung und Verhaltenstraining des Kindes: Soziale Fertigkeiten,
Strukturierung des Alltags, Pläne, Listen, Rituale, Stressmanagement, Konzentrationsförderung,
Selbstorganisation, Stärkung von Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein.
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Das Umfeld einbeziehen, Zusammenarbeit mit Schule o. Kindergarten.
Reizarme, konzentrationsfördernde Arbeitsplätze, Ordnung…
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Förderung der Sinneswahrnehmung, -integration, -koordination, z.B.
Ergotherapie, Reittherapie, Psychomotorik
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Ganzheitliche Behandlung (Homöopathie, Kinesiologie, NLP,
Tiefenentspannung, Ausleit- und Umstimmungsverfahren).
Gegebenenfalls Ernährungsumstellung (Zucker,
Allergene…)
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Gesprächs- und Verhaltenstherapie
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Psychostimulantien, die bei ADHS paradox, d.h. dämpfend wirken
(Nebenwirkungen!)
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Sinnespflege auf anthroposophischer Grundlage
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Selbsthilfegruppen
Was können Eltern und Erzieher bei ADHS tun?
In der Regel sind wahrnehmungsbeeinträchtigte Kinder
kreativ, phantasievoll, offen für Eindrücke und bereit, neue Wege zu gehen. Sie wissen, was sie wollen und wie sie
es bekommen und fordern uns heraus, mit mehr Klarheit, Kreativität, Liebe und Struktur das eigene Leben zu führen.
Eltern und Kinder können lernen, mit den negativen Erscheinungen
umzugehen.
Die Aufmerksamkeit der
Erzieher sollte das Defizit nicht losgelöst von der
Genialität des Kindes sehen, um die Störung konstruktiv beheben zu
können.
- Üben Sie sich in Ruhe und Gelassenheit (Balou- Gefühl).
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Vermeiden Sie endlose Diskussionen.
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Geben Sie klare und deutliche Anweisungen, ohne zu moralisieren oder an
Kleinigkeiten herumzumäkeln. Bleiben Sie dabei liebevoll konsequent.
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Schaffen Sie überschaubare Strukturen.
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Veränderungen müssen rechtzeitig angekündigt werden.
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Gehen Sie mit Empathie auf die Eigenheiten der Kinder ein. Lernen Sie die
Vorzüge wie den ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und die spontane Hilfsbereitschaft zu schätzen. Seien
Sie großzügig mit Lob.
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Nehmen Sie sich bei Bedarf Auszeiten. Tipp: Die guten Zeiten genießen,
sich durch die weniger guten durchbeißen (in der Gewissheit, es kommen wieder bessere)!
Medikamentöse Behandlung bei
ADHS
Die Verordnung des marktführenden Medikamentes Ritalin
stieg von 400 000 Tagesdosen im Jahr 1991 auf 13,5 Mio. Tagesdosen im Jahr 2000. Kaum ein anderer Therapieansatz
hat derartige Steigerungsraten aufzuweisen.
Risiken und Nutzen müssen sorgfältig abgewogen werden. Eine medikamentöse Behandlung
bedarf aufgrund der Nebenwirkungen (Magenbeschwerden, Wachstumsstörungen, Schlafstörungen, Angst, Depression,
Appetitverlust, Dosissteigerung, Abhängigkeit…) strenger ärztlicher Kontrolle, Ritalin fällt unter das
Betäubungsmittelgesetz. Spätfolgen sind nicht auszuschließen. Es wird in Drogenkreisen als „Speed“, „Rita“ oder
„Vitamin R“ gehandelt.
Auf der Tagung des „National Institute of
Mental Health“ 1998 wurde festgestellt, dass eine alleinverbindliche Diagnose durch Fehlfunktionen des Gehirns als
Ursache für ADS nicht möglich sei. Außerdem hätten sich bei der
Anwendung von Ritalin keine positiven Langzeitwirkungen eingestellt. Ritalin, eigentlich ein Beruhigungsmittel,
steigert bei ADHS-lern die Konzentration und dämpft die motorische Unruhe, indem es den Neurotransmitterhaushalt
reguliert. Die Fähigkeit zur Selbststeuerung scheint verbessert. Ein Medikament beruhigt, kompetentes
Arbeitsverhalten muss trotzdem noch gelernt werden.
Mit alternativen, naturheilkundlichen, ganzheitlichen Behandlungskonzepten in
Verbindung mit ADHS- Coaching zeigen in vielen Fällen erhebliche Besserung der Symptome bis hin zur Beschwerdefreiheit
und das ohne Risiko gefährlicher Nebenwirkungen.
Homöopathische Mittelfindung bei ADHS
Anders als eine akute Erkrankung muss ADHS in der
Gesamtheit der Symptome konstitutionell behandelt werden. Eine Erkrankung ist eine Störung des körperlichen,
seelischen und geistigen Gleichgewichts. Die Lebenskraft ist geschwächt und durcheinander.
Nach ausführlicher Anamnese, Untersuchung und Repertorisierung kann das richtige
homöopathische Mittel die notwendigen Impulse geben, den Menschen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ungeklärte
Konflikte im sozialen Umfeld können den Therapieprozess behindern.
ADHS ist nicht heilbar, aber es ist möglich, ein erfolgreiches, zufriedenes und
erfülltes Leben zu führen.
ADHS- Störungsbilder in der Homöopathie
Nach ausführlicher Diagnostik kann das passende
homöopathische Medikament verordnet werden. In Frage kommen unter
anderem bei:
Motorischer
Hyperaktivität
- Argaricus, Arsenicum album, Carcinosinum, Lycopodium, Medorrhinum, Sulfur,
Tarentula, Tuberculinum, Veratrum album, Zincum
Aufmerksamkeitsdefizit
- Ambra grisea, Calcium carbonicum und andere Calcium- Salze,
Carcinosinum, Helleborus, Lycopodium, Phosphorus
Impulsivität
- Anacardium, Belladonna, Calcium phosphoricum, Capsicum, Cina, Histaminum,
Lycopodium, Lyssinum, Stramonium, Sulphur, Tarentula, Tuberculinum
Denken Sie bitte auch einmal über den Sinn und Zweck des Impfens nach.
Wichtiger
Hinweis: Jedes homöopathische Rezept ist erfolgreich in der täglichen Praxis
erprobt. Dennoch - setzen Sie es immer erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker ein. Zu
Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder
Apotheker.
Eine zusätzliche Überlegung: Delphintherapie und empfehlenswert:
Lesen Sie bitte Schüssler Salz für die
Seele
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homöopathische Rezepte
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