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Aromatherapie

Aromatrherapie mit Sigrid Ernst

Sigrid Ernst
Heilpraktikerin und
Yoga-Lehrerin

  • Heilpraktikerin seit 2005, seit 2006 in eigener Praxis

  • Therapieschwerpunkte: 
    -
    Aromatherapie,
    - Beratung und Therapie bei KPU / HPU / Hochsensiblität,
    - Energiearbeit und spirituelles Coaching,
    - Frauengesundheit,
    - Gesprächstherapie

Bereits seit Jahrtausenden kennen die Menschen die positive Wirkung von Bäumen, Sträuchern, Pflanzen, Kräutern und Blumen. Dabei werden Sie in Gänze oder nur zum Teil verarbeitet.

Schon  in  der  späten  Jungsteinzeit  und  in  der  Kupfersteinzeit  begannen  die  Menschen vielschichtige  Mixturen  herzustellen,  um  damit  ihre  Toten  zu  konservieren.  Die  Basis  der Rezeptur  bestand  aus  Ölen,  Fetten,  Harzen  oder  Wachse,  Pflanzenextrakten  und  einem gummiähnlichen,  pflanzlichen  Zucker.  Diese  zum  Teil  antibakteriell  wirkenden  Substanzen wurden später auch von den ägyptischen Einbalsamierern übernommen.1

Die drei Heiligen Könige brachten der Erzählung nach Weihrauch, Myrrhe und Gold als Geschenk für das neugeborene Jesuskind mit. Wenn die beiden Strauchharze den gleichen Stellenwert wie Gold hatten, kann man die damalige Wertschätzung von Weihrauch und Myrrhe erahnen. Vor rund 2000 Jahren wurden, so las ich einmal, Krankenhäuser mit Minzblättern gereinigt.

Aromatherapie an den Hochschulen

Heute gibt es verschiedene Lehrstühle an Universitäten, die sich mit Gerüchen beschäftigen: Professorin Dr. Andrea Büttner, Lehrstuhl für Aroma- und Geruchsforschung in Erlangen.2

Professor Dr. Hanns Hatt, Ruhr-Universität Bochum.3 sowie Stiftungsprofessur der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Eines seiner interessanten Videos der Stiftungsprofessur aus dem Jahr 2019 möchte ich hier erwähnen "Von der Nase ins Gehirn".4

Großartige Erkenntnisse publizierte auch Professor Dr. Dr. Dietrich Wabner (30.09.1935-14.02.2019), TU München. Ein sehr interessanter Artikel erschien im Jahr 2010 in der Süddeutschen Zeitung: „Experiment an Schulen: Besser lernen mit Duft“.5
 
Professor Wabner forschte mehr als vierzig Jahre zu den therapeutischen Qualitäten von Düften und pflanzlichen Ölen, insbesondere zur Aromatherapie. Sein Lehrbuch „Aromatherapie - Grundlagen - Wirkprinzipien - Praxis“.6 ist längst ein Standardwerk für die, die sich intensiver mit den medizinischen, theoretischen und praktischen Hintergründen beschäftigen möchten.

Wie oben aufgeführt, gibt es also eine Reihe von Wissenschaftler*innen die Duftforschung betreiben. Allen gemein ist, dass sie versuchen dem Geheimnis, wie Gerüche auf Lebewesen wirken, auf die Spur zu kommen. So ist inzwischen bekannt, dass männliche Spermien (die Geruchsrezeptoren liegen im Halsteil) von Gerüchen der weiblichen Eizelle angezogen werden. 2013 konnte Prof. Hatt mit seinem Team und mit Wissenschaftlern vom Fraunhofer- Institut in München nachweisen, dass in der Eileiterflüssigkeit und im Vaginalsekret mehr als 20 Duftstoffe vorhanden sind. Darunter auch verwandte Moleküle des Maiglöckchendufts. 7

Die Aromatherapie kann als eine Form der Phytotherapie gesehen werden. Es gibt unzählige Ratgeber, die zum Beispiel Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen, Lavendel bei Unruhe, Kamillensitzbäder bei Wunden (u.a. nach der Geburt), Salbei bei Halsweh empfehlen.

Nicht zu vergessen der beliebte Saunaaufguss mit entsprechenden Holzölen oder das Entspannungs-, Erkältungs- und Rheumabad. Die Drogeriemärkte sind voll mit duftenden Produkten. Dort finden Sie auch Massageöle mit Mandelblüten, Lavendel oder Arnika, um nur einige wenige zu nennen.

In den 1970er Jahren erlebte Patschuli eine Hochzeit (es sollte angeblich auch den Marihuana Geruch überdecken). In dieser Zeit erhielten Sekten großen Zulauf. Der Geruch Patschuli verkörperte die Sehnsucht nach Frieden, Gemeinschaft, Freiheit und spiritueller Erleuchtung. Dieser Geruch wurde weltweit von vielen Menschen zum Anker für obige Suche.

Ich kaufte meine erste Duftlampe in den Anfängen der 1980er Jahre. Sie hielt Einzug in meinen heimischen Wohnraum. Die Duftlampe bestand aus braunem Steingut, mit kleinem Aufsatz und einem Teelicht auf dem Boden. Durch die Hitze verdampfte das Öl-Wassergemisch. Inzwischen benutzt man eher Ultraschall-Nebel-Diffuser, damit die Öle unverändert in die Zimmerluft ausgestoßen werden können.

Gerüche begleiten uns schon im Mutterleib. Professor Dr. Hanns Hatt: „Die Schule beginnt schon im Mutterleib. Nicht nur als Kind, sondern sogar als Embryo kann man schon riechen und riecht mit der Mutter mit und kommt mit gewissen Geruchsvorlieben, die man von der Mutter übernommen hat, schon auf die Welt." 8

Wir verbinden mit ihnen sowohl positive als auch negative Ereignisse. Unser Körper reagiert sofort. Wir denken an eine Zitrone und der Speichelfluss nimmt zu. Wabner beschreibt es in seinem Buch: Aromatherapie - Grundlagen - Wirkprinzipien - Praxis .9
wie folgt: „Düfte und Dufterinnerungen werden im limbischen System gespeichert. Dieses „Duft-Gedächtnis“ bleibt uns lebenslang erhalten…. Düfte können starke physiologische Wirkungen im limbischen System auslösen. 0,2 Sekunden nach Auftreffen einiger Duftmoleküle auf die Rezeptoren sind dort elektrochemische Reaktionen nachzuweisen, die bestimmte physiologische Reaktionen in Gang setzen.“

Auch emotional sind Gerüche nicht zu unterschätzen. Bestimmte Gerüche erinnern uns häufig an vergangene Ereignisse. Denken Sie zum Beispiel an die vorweihnachtliche Zeit. Die typischen Gerüche von Lebkuchen, Zimt, Nelken bringen wir vielleicht mit unserer Kindheit in Zusammenhang und versetzt uns in eine Zeit, in der wir staunend und aufgeregt dem Weihnachtsfest entgegenfieberten.

1 https://www.scinexx.de/news/geowissen/aegypten-mumifizierung-ist-aelter-als-gedacht/   (PLOS ONE, 2014)  Original: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0103608   (August 13, 2014)
2 https://www.chemistry.nat.fau.eu/aroma-smell-research/  (2020)
3 http://www.cphys.ruhr-uni-bochum.de/ (12.01.2012)
4 https://www.youtube.com/watch?v=-SC4iPnSWgg&list=PL2B980B49047DD399   (27.05.2019)
5 https://www.sueddeutsche.de/karriere/experiment-an-schulen-besser-lernen-mit-duft-1.547654   (10. Mai 2010)
6 Wabner, D. & Beier, C. (Hrsg.), (2012) Aromatherapie – Grundlagen ?Wirkprinzipien ?Praxis, (2.Aufl.), München, Urban & Fischer
7 https://www.planet-wissen.de/natur/sinne/riechen/riechen-wissenschaftsstreit-100.html   (26.03.2020)
8  https://www.deutschlandfunkkultur.de/wie-praegt-die-nase-unser-verhalten-geruchsstunden-schon-im.1008.de.html?dram:article_id=433232
(14.11.2018)
9 Wabner, D. & Beier, C. (Hrsg.), (2012) Aromatherapie – Grundlagen - Wirkprinzipien - Praxis, (2.Aufl.), (Seite 13), München,  Urban & Fischer

In meiner Praxis hat die Aromatherapie ihren festen Platz. Gerne kombiniere ich Gesprächstherapie oder Energiearbeit mit ihr.

Allerdings ist Vorsicht geboten! Oft sind die zu kaufenden Aromaöle nicht aus natürlichen Quellen, sondern werden synthetisch oder halbsynthetisch hergestellt. Sie enthalten Zusatzstoffe und Rückstände von bedenklichen Stoffen. Lieber etwas mehr bezahlen, dafür gute, geprüfte Qualität erhalten und dadurch noch dafür sorgen, dass die Menschen, die die Pflanzen weltweit anbauen und verarbeiten, fair bezahlt werden.

So schließe ich mit einem Zitat aus Persien:

„Pflanzendüfte sind wie Klänge der Musik für unsere Sinne.“

Siehe auch Hatha-Yoga von Sigrid Ernst

Wichtiger Hinweis für den Einsatz der Rezepte
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